About us
Wonderlustmeetswanderlust – komplizierter Name, aber wer sind wir eigentlich?
Unser Team besteht aus zwei Leuten: René und mir, Tina. Wir sind beide zu Beginn unserer Reise Anfang 40 (ich noch eher als René), kennen uns seit 22 Jahren, sind seit knapp 13 Jahren offiziell ein Paar und immerhin schon nahezu vier Jahre verheiratet.
Unser Kennenlernen war eine fast wilde Geschichte: Wir waren beide bei der Bundeswehr, unsere Kasernen lagen lächerliche 500 Kilometer auseinander, aber wie das Schicksal so spielt, lernten wir uns im November 2004 im Auslandseinsatz in Prizren kennen. Wir verstanden uns super, verbrachten viel Zeit miteinander und lachten viel. Unsere Wege trennten sich aber schon nach etwa drei Monaten wieder, da es für René dann wieder zurück nach

Deutschland ging, während ich noch drei weitere Monate im Kosovo blieb. Wir hielten Kontakt, mal mehr mal weniger, trafen uns jedoch erst 2012 wieder, als ich aus Kiel angereist kam, um ein verlängertes Wochenende bei René in München zu verbringen. Es dauerte noch einmal über ein Jahr, bis es dann endlich dazu kam, dass wir auch ein Paar wurden – René hatte sich zunächst ein wenig geziert.
Da ich als Kind selten auf Reisen war, hatte ich nie das Bedürfnis zu reisen – das kam erst mit René in mein Leben. Wir machten wilde Backpacking-Touren durch Europa – mit dem Flixbus und dem Nachtzug, bereisten New York und Marrakesch, machten Roadtrips durch Norwegen und Polen und verbrachten dreieinhalb Wochen in China. René zeigte mir sein Herzensland, in das er sich während eines Studienaufenthalts verliebt hatte. Wir reisten von Beijing im Norden bis nach Hongkong im Süden und machten Zwischenstopps an den lautesten, verrücktesten und schönsten Orten. Irgendwann trafen wir ein Pärchen aus der Schweiz, das gerade in den letzten Zügen ihrer eigenen Weltreise war. Sie erzählten von prägenden Erfahrungen, interessanten Menschen und wundervollen Orten. Und so waren Carmen und Danielle die Ideengeber*innen zu der Reise, auf der wir uns jetzt befinden.
Nun kennt Ihr die Geschichte von uns als Team, doch was macht uns als einzelne Person aus?

René ist schon lange reisebegeistert, interessiert sich für anderen Kulturen und Sprachen und ist dabei auch noch sehr begabt. Er kann super englisch, ein bisschen chinesisch, ein bisschen spanisch und hat kurz vor Beginn unserer Reise noch mit französisch angefangen. Ich schätze, auf unserer Reise wird er seine Sprachqualitäten weiter ausbauen.
In unserer Beziehung ist René eher der ruhige, zunächst beobachtende Part und muss mit Menschen erst ein wenig warm werden, bevor er seinen trockenen Humor, sein vielseitiges Interesse sowie seinen scharfen Verstand zeigt – es sei denn, etwas geht völlig gegen seine Haltung und Einstellung, dann kann es auch schon Beginn eines Kennenlernens zum bekannten Stirnrunzeln und im schlimmsten Falle zu vorsichtig-scharfer Kritik kommen.
Wie ich vor kurzem erfahren habe, hat seine Vorliebe für das Backen von Nussecken etwas mit der Kompensation der Strenge seine Ehefrau zu tun (liebe MäcGeizis, ich erwarte da noch ein wenig Dank für die hunderten Nussecken, die Ihr deshalb genießen konntet). Ansonsten bin ich froh, dass ich René habe – vor allem weil er sich immer um meine „Arbeitsbemmen“ gekümmert hat, damit ich auf der Arbeit nicht verhungere (die Menschen, die bei unserer Hochzeit waren, erinnern sich vielleicht an unsere beiden Ehegelübde). Das ist wohl einer der Nachteile daran, dass wir nun arbeitslos sind: Es gibt auch keine Arbeitsbemmen mehr und mich muss mich womöglich selber versorgen.
Da René sich stundenlang mit der Planung von Routen, Sehenswürdigkeiten und UNESCO Weltkulturerbe-Stätten (deren Besuch eine seiner vielen Interessen ist) beschäftigen kann, übernimmt er das wahrscheinlich auch vorrangig auf unserer Reise, aber ich unterstütze ihn dabei natürlich so gut es geht.

Tina gehört zwar nicht zu den Frühaufsteher*innen, ist aber trotzdem ganz schön aufgeweckt. Gendern, Frauenrechte, Feminismus, Gerechtigkeit sind ihre Passionen, die auch in meinem Leben Spuren hinterlassen haben. Sie steht für die Schwachen, Benachteiligten und Ungesehenen ein, für die, die es nicht selber können oder dürfen. Wahrscheinlich ist deswegen die Soziale Arbeit das perfekte Arbeitsfeld für sie. Hier kann sie ihre Hilfsbereitschaft, Lösungsorientierung und ihr offenes Ohr (,auf dem sie auch schon mal schlecht hört) voll ausleben und gewinnbringend einbringen.
Ungeachtet der Tatsache, dass Tina meckern kann wie ein Rohrspatz – im Auto, am Berg, beim Sport – zieht sie Dinge, die sie einmal angefangen hat voll durch. Aufgeben ist nicht, ein bisschen aufschieben schon. Und trotzdem erreicht sie ihre Ziele. Wie den Master neben Job, Zweitjob und Ehrenamt. Das kann nicht jede und jeder schon mal gar nicht.
Tina hat weder Humor noch Taktgefühl und trotzdem ist sie richtig auf dem Platz an meiner Seite. Ich möchte sie nicht missen. Und das nicht nur, weil sie unterwegs immer die Unterkünfte organisiert, mich zum nächsten Supermarkt lotst und mich auf jede meiner fahrerischen Unzulänglichkeiten hinweist.
Sie ist optimistisch und bisher geben Karma, Schicksal und Co. ihr auf Reise Recht. Bis jetzt hat sich alles zum Guten gewendet. Und gerne hat Tina dabei mit einem netten Wort, einem Lachen oder einem zugesteckten Geldschein nachgeholfen.
Wir freuen uns, wenn Ihr uns auf unserer Reise über die Kontinente begleitet und in Kontakt mit uns bleibt.